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Konzept

1. Ziele

1.1 Nachwuchsförderung

Junge Musiker aus Trostberg und Umland bekommen beim Festival „ZwoaDogLang Wahnsinnsklang“ ein Forum. Die Trostberger Jazzgemeinschaft TroJa e.V. hat sich in den vergangenen 13 Jahren so zu einer wesentlichen Triebfeder für zahlreiche Formationen aus den örtlichen weiterführenden Schulen und der Musikschule Trostberg entwickelt. Die Aufgabe der Nachwuchsförderung ist ein Hauptpunkt in der Vereinssatzung, dem die TroJa verantwortungsvoll nachkommt.

Mit dieser Art der Kinder- und Jugendarbeit  gibt die TroJa positive Anstöße zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Jugendarbeit  soll laut Sozialgesetzbuch (SGB) an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und freiwillig mitgestaltet werden. Junge Menschen sollen zur Selbstbestimmung befähigt und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement angeregt und hingeführt werden. In § 11 SGB VIII sind die Schwerpunkte der Jugendarbeit festgelegt, dazu gehören demnach auch die soziale und die kulturelle Bildung.

Mit ZwoaDogLang wird Nachwuchsmusikern neben der Auftrittsmöglichkeit die Gelegenheit gegeben, sich mit Profimusikern auszutauschen: Erfahrene Kollegen geben Tipps, sie coachen die Jugendlichen und sind so Ansporn und Vorbild. Der Enthusiasmus der jungen wie der erfahrenen Musiker verstärkt sich dabei.

 

1.2 Stärkung der Region durch Kulturarbeit

Das Festival soll als Gelegenheit verstanden werden, durch die sich Trostberg als attraktive, lebens- und liebenswerte Einkaufsstadt darstellen kann. Mit „ZwoaDogLang“ unterstützt die TroJa außerdem eine Aufgabe, der die Stadt Trostberg in ihrer Rolle als Mittelzentrum nachzukommen hat: den Ausbau des kulturellen Angebots. Den Bürgern Trostbergs und des Umlands soll die Möglichkeit des Kunstgenusses für kleines Geld geboten werden.

 

1.3 Förderung einer aktiven Musikszene

Nicht-professionelle Musiker bekommen bei „ZwoaDogLang“ die Gelegenheit, unter professionellen Bedingungen aufzutreten. Die technische Ausgestaltung der Bühnen (Ton, Licht) genügt höchsten Ansprüchen – schon allein wegen der Anforderungen, die Profimusiker an die Organisatoren des Festivals stellen, muss die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden, die dann von den Amateuren gleichermaßen genutzt wird. Folge: Das Festival ist ein Anreiz für Amateure, ihre Leistungen zu verbessern und auszubauen.

Das Festival dient außerdem als Kontaktbörse: Amateurmusiker können sich nicht nur einem größeren Publikum bekannt machen, auch Veranstalter nutzen die Veranstaltung, um Folgeauftritte einzelner Bands in der Region zu fixieren.

 

2. Durchführung

2.1 Die Parameter

Alle Musiker sollen gleich behandelt werden: Sie spielen für eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 80 Euro – egal ob Amateure oder Profis. Von dieser Regel ausgenommen sind Künstler, die aus dem Ausland anreisen oder als etablierte Musiker als Zugpferde für „ZwoaDogLang“ dienen; aber auch deren Gagen werden in einem äußerst moderaten Rahmen gehalten.

Für das Publikum soll die Eintrittsgebühr so gering wie möglich gehalten werden. Die Eintrittskarte kostet pro Tag 10 Euro und gilt für alle Konzerte auf allen Bühnen. Außerdem werden ermäßigte Karten und Festivalpässe angeboten.

Alle organisatorischen Arbeiten rund ums Festival werden ehrenamtlich von TroJa-Mitgliedern durchgeführt. Der Verein besteht aus derzeit 35 Mitgliedern, wovon sich sechs bis acht aktiv beim Festival engagieren.

Bei veranschlagten 2.000 Besuchern ist der Verein zusätzlich auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Als potenzielle Geldgeber angesprochen werden Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft, die Regierung von Oberbayern und die Stadt Trostberg.

Das Festival findet am dritten Juliwochenende statt – zum einen, weil sich gezeigt hat, dass hier meist stabiles Festivalwetter herrscht, und zum anderen, weil es zu diesem Zeitpunkt keine etablierten Konkurrenzveranstaltungen in der Region gibt.

 

2.2 Bühnen

Für das ZwoaDogLang-Festival stehen voraussichtlich fünf Bühnen zur Verfügung: Die große Bühne auf dem Vormarkt, eine kleinere Freiluftbühne im Umgriff des Postsaals, das Postsaal-Gewölbe, das Hotel „Pfaubräu“ und die Altstadtkneipe „Servaxx“. Die Konzentration der Open-Air-Konzerte auf das Areal rund um den Postsaal soll den Besuchern weite Wege ersparen.

2.3 Zusätzliche Aktionen

Der Vormarkt soll intensiver als Festivalgelände wahrgenommen werden. Dafür ist geplant, ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot mit Hilfe von diversen Imbissständen sicherzustellen. Außerdem ist an Verkaufsstände und an eine Musikbörse gedacht.